4. Jugendtag Heartbeat 4. April 2020
               4. Jugendtag Heartbeat                                                                                                                    4. April 2020          

Bericht vom 13. April 2019

Am 13. April 2019 fand in der örtlichen Stadthalle der Jugendtag Heartbeat statt. Seit vielen Jahren veranstaltet das Evangelische Jugendwerk Künzelsau drei Mal im Jahr einen Kindertag Popcorn für Kinder der ersten bis 6. Klasse, der nach wie vor sehr gut angenommen wird. Um auch den dafür zu alt gewordenen Teens, Konfirmanden und älteren Jugendlichen einmal im Jahr einen außergewöhnlichen Tag mit Tiefgang zum Mitmachen und zum Erleben zu bieten, entstand die Idee des Jugendtag Heartbeat, der dieses Jahr zum dritten Mal in leicht veränderter Form durchgeführt wurde. Geplant wurde dieser Tag von einem fünfköpfigen Kernteam um Jugendreferent Holger Hartmann.

Los ging das Ganze mit einem Jugendgottesdienst am Samstagnachmittag. Dieser wurde von der örtlichen Band des EC „Neverending Praise“ musikalisch geprägt. Die Verkündigung übernahm Karsten Strohäcker alias Mr. Joy. Er ließ Geldscheine verschwinden und in einer Zitrone wieder auftauchen. Er bezog jugendliche Besucher mit in sein Programm und stellte sie vor herausfordernde Fragen, in denen deutlich wurde, dass es im Leben und vor allem im Glauben um mehr als Illusion geht. „Vertraust du mir?“ fragte er zum Beispiel einen Konfirmanden, der seinen Kopf in eine Art Guillotine stecken sollte, mit der Mr. Joy zuvor Karotten und Gurken geschnitten hatte. Ein anderer Jugendlicher sollte seinen Finger in eine Mausefalle stecken, die Mr. Joy dann auslöste. Beide bejahten die Frage nach mehr oder weniger langem Nachdenken und blieben Gott sei Dank bei der Umsetzung dann tatsächlich unverletzt. Wie das funktionierte blieb sowohl den beiden als auch dem staunenden Publikum verborgen. Doch das war auch nicht die wichtigste Frage. Im Mittelpunkt stand stattdessen die Frage, wie wir auf Gottes Frage: „Vertraust du mir?“ antworten. Karsten Strohäcker ermutigte seine Zuhörer und Zuschauer, Gott besser kennen zu lernen und unser Vertrauen auf ihn zu setzen. Auch wenn Vertrauen immer ein Risiko ist. Moderiert wurde der Gottesdienst vom ehemaligen FSJ-ler des ejk Lennard Bach, der inzwischen an der Evangelischen Hochschule in Ludwigsburg studiert.

Im Anschluss an den Gottesdienst machten sich die Jugendlichen in verschiedene Workshops auf, für die sie sich im Vorfeld bereits angemeldet hatten. Für 24 der ursprünglich 34 ausgeschriebenen Workshop fanden sich ausreichend Interessierte. Hier war die Bandbreite riesig groß: Von handwerklichen Workshops wie Schmieden, Campingstühle bauen oder einen Turm aus Seilen und Baumstämmen errichten über sportliche Workshops wie Jugger, Klettern oder Jonglieren bis hin zu mehr auf Begegnung ausgelegte Workshops wie einem Treffen mit Bewohnern eines Altenheims oder ein Gespräch mit einem Militärseelsorger über seine Erlebnisse in Kriegsgebieten dieser Welt. Andere fuhren mit Rollstühlen durch die Stadt, um einmal selbst zu erleben, welche Schwierigkeiten das mit sich bringt. Auch gestalterische und kreative Workshops wie Lighpainting, Upcycling, Tonen, Nähen, Graffiti oder das Bedrucken von Stofftaschen waren sehr beliebt. Die meisten Anmeldungen hatten überraschender Weise die Workshops „Escape Room“ und „Smoothies herstellen“.

Diese Workshops fanden bewusst in relativ kleinen Gruppen statt, so dass nebenbei auch Raum und Zeit zum gegenseitigen Kennenlernen und zum Begegnen mit den Mitarbeitenden war.

Zurück in der Stadthalle gab es ein im Eintritt inbegriffenes Abendessen. Anschließend wurden die Teens noch mit Videoclips und kurzen Interviews zu verschiedenen anderen Veranstaltungen und Freizeiten des Jugendwerks eingeladen. Was dann folgte, kann mit Fug und Recht mit „das Beste kommt zum Schluss“ betitelt werden. Karsten Strohäcker alias Mr. Joy lieferte eine einstündige atemberaubende Show mit Tiefgang ab. Er verband seine unglaublichen artistischen und illusionistischen Nummern mit Leichtigkeit und völlig ungezwungen mit biblischer Botschaft, so dass den staunenden Zuschauern nicht nur die Frage „Wie macht er das bloß“ sondern auch eine gewisse Nachdenklichkeit an den Blicken anzusehen war.

Alles in allem können wir von einem gelungenen und gesegneten Tag berichten, der den knapp 200 Besuchern und den rund 40 Mitarbeitenden viel Freude bereitet hat.

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